{"id":1189,"date":"2013-04-25T11:47:16","date_gmt":"2013-04-25T09:47:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.giaconda.de\/kaffeeklatsching\/?p=1189"},"modified":"2014-10-22T20:54:50","modified_gmt":"2014-10-22T18:54:50","slug":"mal-ein-wort-zu-gruppenreisen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.fatwomanwalking.de\/?p=1189","title":{"rendered":"Mal ein Wort zu Gruppenreisen"},"content":{"rendered":"<p>OK, mein letzter Beitrag war etwas schwach! Das mag daran liegen, dass ich schon lange keine Berichte mehr geschrieben habe, oder aber auch daran das meine Reise nach Kuba schon \u00fcber ein Jahr her ist. Ich gelobe jedenfalls Besserung! Und habe mich entschlossen einfach Geschichten zu erz\u00e4hlen und dabei die Fotos der beiden Reisen zu kombinieren.<\/p>\n<p>Ihr habt ja sicher schon gemerkt, dass ich bei meinen Reisen oft auch eine Weile in einer Reisegruppe unterwegs bin. Angefangen hatte ich damit als ich alleine nach Indien reiste und mir dachte, dass es vielleicht zun\u00e4chst gut sei in der beh\u00fcteten Gruppe unterwegs zu sein um sich langsam zu gew\u00f6hnen, bevor man sich dann doch alleine auf den Weg macht.<\/p>\n<p>Der Veranstalter bei dem ich bisher gebucht habe, organisiert die Reisen so, dass man sich noch ein wenig einbilden kann ein Backpacker zu sein. Man tr\u00e4gt sein eigenes Gep\u00e4ck, f\u00e4hrt mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel und der Tourguide ist f\u00fcr den Zeitraum der Reise Dein bester Backpackerfreund mit dem Du abends saufen gehst und der so ganz nebenbei die Organisation \u00fcbernimmt. Du musst Dich nicht um Unterk\u00fcnfte und Transport k\u00fcmmern und bist doch vor Ort frei zu tun was Du willst.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.fatwomanwalking.de\/images\/2013_04_24_Gruppenreisen_01.jpg\" \/><br \/>\n<em>Meine Reisegruppe in diesem Jahr beim Vulkan bestaunen<\/em><\/p>\n<p>Theoretisch wenigstens. Je nach Gruppendynamik funktioniert dies ganz wunderbar oder eben auch nicht. Dieses Jahr zum Beispiel war es perfekt! W\u00e4hrend sich meine Reisegruppe in wilde Aktionen (Vulkano-Boarding, Ziplining \u00fcber den Regenwald und Besteigung von gigantischen Vulkanen) am\u00fcsierte ging ich es lieber in meinem Tempo an (Fototouren durch koloniale St\u00e4dte, Wanderungen durch den Regenwald, Besteigung von etwas kleineren Vulkanen). Abends dann traf man beim Dinner wieder aufeinander \u2013 sofern man Lust hatte mitzugehen \u2013 und erz\u00e4hlte sich seine Geschichten. Mal war man mit dem einen unterwegs, mal mit dem andren\u2026 alles v\u00f6llig entspannt\u2026<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.fatwomanwalking.de\/images\/2013_04_24_Gruppenreisen_08.jpg\" \/><br \/>\n<em>W\u00e4hrend meine Reisegruppe Ziplining macht, wandere ich auf H\u00e4ngebr\u00fccken \u00fcber den Regenwald<\/em><\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich bin eher so der einsame Wolf-Typ und Gruppen, Cliquen und Massenveranstaltungen sind nicht wirklich meins. Nicht immer wird das in einer Gruppe verstanden und manch einer nimmt es pers\u00f6nlich, dass man eben nicht mit der gesamten Mannschaft eine Tour mit gemacht hat.<\/p>\n<p>Bei meiner Kubareise beispielsweise f\u00fchlte ich mich nicht sonderlich wohl. Eben weil man keinerlei M\u00f6glichkeit zur Flucht hatte, gingen mir einige Mitreisenden bald auf die Nerven. Da war zum einen das englische \u00e4ltere Ehepaar, das st\u00e4ndig Bemerkungen \u00fcber Nazis, Hitler und den zweiten Weltkrieg zu mir machen musste, bis mir dann doch der Kragen platze und ich sie ziemlich b\u00f6sartig anranzte, als die Dame anfing hinter mir \u201eDeutschland, Deutschland \u00fcber alles\u201c zu singen. Und dann war da noch der kanadische Mitreisende mit seiner Ehefrau, der mir st\u00e4ndig zu nahe kam. Immer musste er neben mir sitzen, sein Knie an mir reiben oder mich sonst irgendwie betatschen. Wenn ihr Mann mal wieder zu nahe neben mir wie ein Bulle schnaubte, dann wies sie ihn gelegentlich mit einem \u201eHoney please, she doesnt like it\u201c zurecht. St\u00e4ndig erz\u00e4hlten beide mir, dass sie auf ihren anderen Reisen auch nette Alleinreisende Frauen kennengelernt h\u00e4tten, die sie dann sogar auf ihrer Farm in Kanada besucht h\u00e4tten und ich musste dabei immer an Sin City denken und wie die K\u00f6pfe der Frauen nun als Troph\u00e4e an der Wohnzimmerwand h\u00e4ngen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.fatwomanwalking.de\/images\/2013_04_24_Gruppenreisen_02.jpg\" \/><br \/>\n<em>Zwischendurch auch mal alleine \u00fcber M\u00e4rkte schlendern<\/em><\/p>\n<p>Ich glaube aber was mich am meisten nervte war das st\u00e4ndige Gemeckere. Wir sind in Kuba, Dinge funktionieren nicht immer so wie geplant und viele Pl\u00e4ne werden spontan der Situation angepasst. Letztendlich kamen wir in den Genuss das Organisationstalent der Kubaner live mitzuerleben und immer ging alles gut, doch das Gemeckere der Gruppe wollte nicht aufh\u00f6ren. Ich pers\u00f6nlich empfand das alles gar nicht so dramatisch, aber die schlechte Stimmung schlug dann eben leider doch \u00fcber. Und was macht frau, wenn sie nicht aus dem Bus fliehen kann und der MP3 Player kaputt ist? Ich habe bei jeder Stra\u00dfenband eine CD gekauft &#8211; und davon gibt es viele in Kuba &#8211; und zur Freude der Gruppe wurde so ein Potpourri kubanischer Musik abgespielt und f\u00fcr einen Moment wackelten alle mit dem Kopf und verga\u00dfen sich zu beschweren!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.fatwomanwalking.de\/images\/2013_04_24_Gruppenreisen_07.jpg\" \/><br \/>\n<em>Wunderbare Menschen lernt man so in seiner Reisegruppe kennen! Das sind Debbie und Sheila aus Australien mit denen ich letztes Jahr durch Mexico und Guatemala gereist bin. <\/em><\/p>\n<p>Ein weiteres Problem bei einer Gruppenreise ist, dass man relativ wenig mit in dem Land lebenden Menschen in Kontakt kommt, weil es ja in der Gruppe selber lauter nette Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen gilt. Der Veranstalter bem\u00fcht sich zwar indem lokale Guides gebucht werden oder man bei einer Familie zu Abend isst, doch sind das nur recht kurze Begegnungen und es liegt an einem selber, wie sehr man sich au\u00dferhalb der Gruppe bem\u00fcht Kontakte zu kn\u00fcpfen oder die Chancen nutzt die sich einem bieten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.fatwomanwalking.de\/images\/2013_04_24_Gruppenreisen_05.jpg\" \/><br \/>\n<em>Besuch bei Mama Lola in San Pedro<\/em><\/p>\n<p>Vor- und Nachteil einer Gruppenreise ist sicher auch, dass man ziemliche lange Strecken hinter sich bringt. Vorteil weil man unglaublich viel sieht in kurzer Zeit, Nachteil weil man manchmal einfach gerne l\u00e4nger bleiben m\u00f6chte und sich dann etwas gehetzt vorkommt.<br \/>\nAlles in Allem kann ich f\u00fcr mich sagen, dass mir die Kombination aus Gruppenreise und dann noch mal alleine unterwegs sein am meisten Spa\u00df macht. Und genau so werde ich vermutlich auch meine n\u00e4chste Reise planen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.fatwomanwalking.de\/images\/2013_04_24_Gruppenreisen_06.jpg\" \/><br \/>\n<em>Meine Familie in Guatemala, bei denen ich dieses Jahr eine wunderbare Nacht verbrachte! Alleine, meine Gruppe war schon wieder auf dem Nachhauseweg<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OK, mein letzter Beitrag war etwas schwach! Das mag daran liegen, dass ich schon lange keine Berichte mehr geschrieben habe, oder aber auch daran das meine Reise nach Kuba schon \u00fcber ein Jahr her ist. Ich gelobe jedenfalls Besserung! 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